03. März 2010 um 22:11
Indien 2010 Teil 3
Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Allapuzha und machten dort unsere ganz
kleine private Back Watertour fuer 2Std. Es zog uns einfach immer weiter
suedlich. In Kovalam fanden wir unser erstes kleines Paradies. Von dort
aus machte wir einen 7Std Ausflug ans Cape Comorin dem suedlichsten Zipfel
Indienswo sich 3 Meere treffen.
Auch besuchten wir den Zoo in Trivandrum. Leider war es nicht so
erfreulich. Weiter noerdlich ging es an der Hippiestrand von Varkala. Die
Moscheen irritierten uns, wie auch die Maenner, die an der Straenden
herumschlichen an unserem 8 Wonder-Resort. Dort besuchten wir ein
Tempelfest mit geschmueckten Elefanten. Die Babys wurden geschmickt und
alle Menschen standen vor ihrer Haustuer mit einem kleinen Altar und
Opfergaben (Blumen/Bananen und Reis).
Ein weiter kleiner Hoehepunkt war der Besuch im Ashram von Amma (Mutter)
Der einzige, weibliche Guru in Indien. Sie empfiehlt den Weg der Mitte und
ist eine natuerlich in weiss gekleidete Frau, die schon frueh eine
all-umfassende-Liebe empfang und als Umarmung weiter gibt (ihre Form von
Seegnung)
Zu dem Ashram kamen wir mit der Faehre, also ueber die Back Waters. Der
Ashram selbst war nicht besonders schoen, aber die Sonnenaufgangs und
Untergangsmeditationen brachten Ruhe und Frieden in unser Herz. Nach 4Tage
fuhren wir mit der Fahre weiter noerdlich und lernten zwei junge Frauen
kennen, mit denen wir dann einen lustigen Abend in einer der billigsten
Absteigen erlebten in Alapuzha. Dann ging es weiter nach Thrissur...
eigentlich wollten wir von dort mit dem Zug weiter, mussten aber
feststellen, das die Zugfahrzeiten kompliziert waren fuer weitergehende
Zuege. In Thrissur sahen wir dafuer einen schoenen Tempel und fuhren
weiter noerdlich nach Kannur. Dort wurden wir gar nicht warm, weder mit
der Zimmerchen noch dem dem Chinesischen Restaurant. Flucht nach vorne
nach Mangalore... welch schoenes Zimmer. Nur die Ohrenschmerzern von
Philippe wurden mehr und wir behandelten mit indischen Ohrentropfen. Auch
gab es dort einen besonders schoenen Tempel. Deshalb entschlossen wir uns
kurfristig nochmals ins Landesinnere zu fahren um die alten, schoenen
Tempel (aus dem 11.Jahrhundert)in Belur Und Halebid zubestaunen. Die
ganzen Busreisen zaehrten schon an unseren Nerven, da die Bussfahren wie
verrueckt hupen und die Strassen besser gesagt Schotterpisten. Deshalb
fuhren wir am naechsten Tag nochmals 10Std um uns dann in einen weiteren
kleinen Paradies zu stranden .
Gokarna heisst der Pilgerort fuer die Hindus und hinter dem Huegel ca 20
Minuten zu Fuss befindet sich der Erste von 4 Straenden... Kuble Beach.
Vom naechsten Beach hatten wir schon ein Jahr zuvor gehoert, als wir
Hampi besuchten. Deshalb brannte es uns auf der seele diesen Strand "
Ohm-Beach" endlich kennen zu lernen. Einen Tag spaeter schafften wir es
auch an die weiteren Straende " Halbmond Beach" und dann " Paradies
Beach". Es gibt die Straende doch noch, einsam und fast ohne Leute mit
einigen wenigen Bambushuetten mit Restaurant wo man fast nur mit Boot oder
mueseelig zu Fuss hin kommt. Nun geniessen wir hier seil 9 Tagen das
Dolca far niente schauen taeglich dem Sonnen untergang zu und lesen viel
und hoeren endlich unsere Hoerbuecher. Immer wieder schwimmen Delphine in
der Bucht.
Ueber Indien wollt Ihr was hoeren?
Texte teilweise abgeschrieben aus dem Indien Lesebuch "Shiva tanzt"
Hier lang bitte!
Nur immer den streunenden Hunden im verstopften stinkenden Graben nach
Voll Asche und Muell und Moder.
Vorsicht der Schlamm koennte die Schuhe beschmutzen!
Waere das nicht ein tolles Foto... Diese Bengel die aus vollem Herzen
lachen und einer leeren Wasserflasche nachjagen oder waere Ihnen ein
Jammergesicht lieber oder ein verschmierter zerlumpter Rotzmund?
Die Auswahl ist gross:
In Nichts gehuellter Heiliger
Irrer in Sackleinen
Kleine Divas in Sari Seide Polyester Gold und Silber Gepudert und
geschminkt Augen die strahlen
Bettler mit eiternder Wunde
Welch Feuerwerk der Eindruecke und Gerueche!
Und nun ab ins Duerregebiet
Boden so trocken wie Hirschhorn
Lechzende Kuhmaeuler, leere Euter
Knochenduerres Vieh sucht die Bananenschale auf dem Asphalt
Bremsen quitschen Horn und Hupe im Duett im Dieselrauch
Ein wilder Haufen,
Ambassador druekt sich vor rishka und neben Busse
alle uebervoll und plattbereift
Und zu der Strassenkreuzung
Wo die Kobra sich wiegt
zur wimmerder Schlangenfloete
wie ein schimmerndes Seil im Korb
wenn der Zauberer seinen Turban darueber um sie zu beruhigen.
Die Gaesschen rund um die Moschee
empfangen sie im Gedraenge mit Daechern und Minaretten
Amulett und Zauberei
Bakschisch Geschrei und Muezzin Rufen
der Derwisch verhoekert Potenzdrogen
Schlangenriten und Schlangenmythen
zu Kopfgeld Nagas
zu Teufelsaustreibern und boesem Blick
zu Okkultem, Bizzarrem
laedt Indien Euch ein
Pockennarbig, verschrammt und einzigartig
doch empfindsam wie das Innere einer Auster
Ein Direktflug der Swiss brachte uns von Zuerich nach Mumbai am 3.1.2010. Um uns die Ankunft zu erleichtern, hatten wir uns per Internet ein Taxi bestellt und sind umgehend weiter nach Pune gefahren. Im Ashram bei den Meditationen konnten unsere Seelen dann auch ankommen. Der silent Garten verhalf uns zu klaerenden Momenten. Wunderbarer Weise trafen wir Mridula und ihre Mutter dort. Schon nach 4Tagen flogen wir weiter nach Bangalore und lernten Karin (eine Schwedin, die in Rom lebt) am Flughafen von Pune kennen. Kurzentschlossen teilten wir uns ein Taxi nach Mysore. Dort begegnete uns langsam das wahre Indien. Der Palast von Mysore bei Nacht und mit 90000 Lichtern beleuchtet verzauberte uns. Weiter ging es in die Berge nach Ooty. Leider war es dort nebelig und sehr kalt. So machten wir keine Wanderung oder Ausritte in die Umgebung sonder flohen nach Fort-Kochin (8 Std. Busrite) Zwar war es dort sehr touristisch, aber es brachte auch alle Annehmlichkeiten mit sich. Philippe haette dort am Liebsten eine antike Holztuer gekauft. Es war umwerfend so viele Schoenheiten kaufen zu koennen.
Jupidupihuii, wir haben unser Traumhaus gesucht und gefunden, so wie es
uns auch gefunden hat.
Am 18.02.2009 war der notarielle Akt in Locarno.
Ines und Horst (unsere Immobilienvermittler) haben uns seit dem ersten
Moment begleitet und unterstützt und uns immer wieder mitliebevollen
Gesten beschenkt.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die nicht
selbstverständliche Achtsamkeit.
Am nächsten Tag sind wir mit unserem Flitzer von Brissago die 900 Meter
hochgeschlängelt.
Dann standen wir vor unserer maiestätische Toreinfahrt, leider versperrte
uns der 1,5Meter hohe Schneewand die Einfahrt.
C C d M heisst Haus/ Platz der Mitte.
In den 80Jahren hatte der Tessiner Koch (Sir) Angelo Conte Rossini dort
ein Restaurant, welches ein Geheimtipp war.
Er bewirtete seine Gäste vor dem Haus an den drei Granitsteintischen sowie
dem Kiosk mit Chemine (oder auch Gartenhaus genannt)
Oder in dem herrschaftlichen Wohnzimmer mit Chmine. Im ersten Stock
richtete er kleine Zimmer ein, die als notdürftige Beherbergung dienten.
Diesen Charme hat das Haus behalten und lässt einem immer wieder etwas
besonderes entdecken.
So wie der kleine Brunnen, die italienischen Statuen ( Venus, Adler, Löwe)
der traumhafte Blick vom oberen Grundstück... Einfach traumhaft.
Die Sonne verwöhnte uns, so wie die Nacht uns frieren liess.
Zur Einweihung und in Bezugnahme hatten wir Hilfe von unseren Schatzies.
Francine und Marius kamen schon am Freitag zu meinem Geburtstag und wir
feierten mit Ines und Horst diesen besonderen Abend für mich.
Mein grösstes Geschenk war mit meinem Traummann, Philippe so ein Traumhaus
zu finden und bei Sonne im Schnee
da-heim-zu-sein... angekommen... Im Nemen und Geben.... Schöpfung.. Und
Existenz
Am Samstag machten Liselott und Urs den Höhepunkt des Wochenendes
vollkommen.
Mamamia, tuttobene bravisimo, La Vita e bella!!!
Goa vom 18.01- 02.02.2009 A warm welcome to GOA
Goa ist als ehemalige Kolonie von Portugal und laut Reiseführer nicht
wirklich indisch da es der reichste indische Bundesstaat ist, uns aber
kommt es uns sehr indisch vor.
Schon vor zwei Jahren besuchten wir Goa, den Strandabschnitt Candolim im
Hotel Empire Beach Hotel. Diesmal landeten wir im Casablanca Beach Resort
mit drei Sternen, das bessere, schönere Hotel aber mit dem Blick am Strand
vom gestrandeten russischem Tanker Princess. Viele Geschichten erzählt man
sich von dem Skandal, warum dieser nicht geborgen wird, fast ist es ein
Märchen wie aus tausend und eine Nacht.
Wir hatten einen Flug mit der BelAir( mittlerweile Airberlin) von ZH,
Zwischenstopp auf Male. Das ist wichtig da wir so die Malediven von oben
bewundern konnten.
Nach 16 Std.endlich im Hotelzimmer. Die Fahrt von Flughafen dauert 1Std
dann die Zeitverschiebung von 4,5 Std vor drehen, was sich sehr als
Vorteil herausstellen sollte.
Schon am ersten Tag genossen wir diese Sonne des Äquartors, die jeden Tag
zuverlässig und selbstverständlich scheint, heiss ist und für uns ein
Geschenk und Genuss ist, wie der Schatten natürlich auch besonders in der
Zeit von 11- 14Uhr.
Jeden Abend um 18Uhr möchte man sich wieder dafür bedanken.
Die kleinen Restaurants am Strand auch ³Shack² genannt, bieten ihre
Liegestühle an, damit man dort dann isst und Trinkt und oder eine Massage
geniesst, sich die Nägel anmalen lässt, Schmuck kauft oder
Kleidungsstücke. Ganz zu schweigen von den Fliegenden Händlern, die dann
zusätzlich noch vorbei kommen.
Es ist also nicht wirklich leicht sich am Strand zu entspannen.
Wir lernten wieder händeln, wobei ich die ersten Tage wieder mal völlig
über das Ohr gezogen wurde. Aber es störte mich am Anfang nicht. Aber dann
handelte ich als ob es für mich auch um meine Existenz gehen würde,
knallhart. Bescheuert und doch philosophisch zu betrachten... Was macht es
mit mir..was ist es mir Wert. Es wird zu einem Energieaustausch.
Die erste Woche unternahmen wir mit Erwin, Hanna und ihrer Tochter Jessika
immer wieder mal was. Fuhren nach Arambol in den Norden mit dem Taxi an
einem anderen Strand oder zum Fleemarket nach Anjuna. Dort kam Philippe
ins Kauffieber was Hängematten betrifft. Wir hatten nach getaner Arbeit
dann viel Spass im Restaurant mit Lifemusik... völlig abgefahren.
Am Strand selbst sorgten jeden Nachmittag die heiligen kühe für
Abwechslung und Aufregung, da sie auch Bananen aus Badetaschen
aufstöberten.
In der zweiten Woche machten wir für drei Tage eine Tour nach Hampi. Hampi
ist eine alte Tempelstadt aus dem 14/15 Jahrhundert und liegt im
anliegenden Bundesstaat
Karnataka. Um 6Uhr begann die Reise mit einer Busfahrt, dann 8Std Zugfahrt
(es handelt sich um den Zug der quer durch Indien nach Kalkutta fährt und
dafür 2Tage braucht).
Der eine Tag in Hampi hat uns fasziniert und Indien nochmals näher
gebracht. Die Religion des Hinduismus ist vielfältig. Man zählt bis zu
3000
Gottheiten.
Wir hatten auch viel Freude an unsere Reisebegleitung von Graziella und
Jean-Claude aus dem Welschland. Ein Paar, dass über 50 Jahre verheiratet
ist und immer noch so einen Zauber ausstrahlt... Zauberhaft.
Die Spannung auf dieser Reise war aber auch die Entscheidung, ob wir unser
Haus im Tessin bekommen würden. Wir erhielten am 24.1 endlich Bescheid und
so blieb es bei 14 Tagen Indien... Wer weiss wie lange uns das Land sonst
mitgerissen hätte.