Norwegen 2.Teil
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7.07.08 Montag Trotz bedeckter Himmel fahren wir südwärts. Wir hatten es
uns nicht mehr so kompliziert vorgestellt... eine Fähre, dann über Berg und
Tal, wieder eine Fähre und dann erreichen wir Rosendahl. Ein kleiner Ort mit
dem kleinsten skandinavischen Schloss aus dem 16.Jahr. Der Rosengarten
verzaubert uns, bei dramatischen Wolkenfeldern suchen wir den Wasserfall um
die Ecke auf. Danach schauen wir uns einen Steinpark an ( leider vergisst
Phil den Fotoapparat) eine tolle Idee mit so schönen Steinen. Zur Nacht
findet Phil ein Plätzchen am Bach, ab von der Hauptstrasse. ( kalte
Dusche/bad und Lebensverjüngung inklusive )
8.07.08 Dienstag Auf dem Weg nach Sundal kommen wir an einem atemberaubenden
Wasserfall vorbei, wo schon andere Schaulustige mit offenem Mund rumstehen.
In Sundal geht die Sonne auf. Schon wieder Idylle pur am Maurangsfjord und
mit Blick auf den Fonnanufen Gletscher.
Eine wunderschöne Wanderung an zwei Wasserfällen vorbei, wieder inkl.
Verjüngungsbad im Gletschersee brrrrrr ...Es ist fast wie die Schweiz nur
100 Jahre zurück gedreht.
9.07.08 Mittwoch Schreck 1, beim Losfahren finden wir unser Autoradiokonsole
nicht. 1 ½ intensive Suche stehen wir in der Hitze und stellen Ente und Auto
auf den Kopf. Kaum haben wir beschlossen trotzdem weiter zu fahren, finden
wir die Nadel im Heuhaufen natürlich unter dem Autositz (sicher 3mal
nachgeschaut) Blöd
Schreck 2: Kaum losgefahren gibt es eine fast Kollision auf der schmalen
Brücke mit einem Womo. Nur ein Schock und eine lockere verbogene Leiste und
natürlich wieder Lack ab.
10/11.07.08 Nach einer wilden Nacht und wieder einer Fähre erreichen wir
Jarplund und starten zur Preikestolen Wanderung. „stundenlang kämpfen wir
gegen Massen von Menschen und denken wir sind auf einer Pilgerwanderung.
Aber es hat sich geloht.
Wir treffen ein Paar aus Winterthur (70 jährig) die mit dem Velo aus der
Schweiz da sind und auch schon 3 Monate unterwegs sind.
(Tschechien/Pohlen/Skandinavien) Unsere neuen Idole. Auch lernen wir in
Solvik auf dem Campingplatz die Familie Ost aus dem Osten kennen und haben
einen interessanten, lebendigen Austausch.
12.07.08 Samstag. Die letzen Tage in Norwegen brechen an. Die Berge und
Täler werden kleiner ( bis 500m hoch) doch die Eindrücke dieser schönen
Landschaft erstaunen und faszinieren uns nach jeder Kurve immer wieder von
Neuem. Wir besuchen den Ruggenstein (bei einer Mine Anfang 19Jahr.) und
finden eine Traumplätzchen mit Badestelle und Kirschbaum für die Nacht. Da
kann uns der Regen auch nichts anhaben.
13.07.08 Sonntag. Welch bewegter Tag
Zuerst sind wir trotz Regenwolken wieder hin und weg auf dem Weg nach
Kristianssand.
Wir treffen die ersten Zürcher mit Wohnmobil auf einem Rastplatz und halten
ein richtiges Schwätzchen. Der Ratsplatz befindet sich an einem Fjord wo
das deutsche Schiff Altenberg 1940 von den Engländern gekapert wurde.
Dann kam die Sonne und wir sonnten uns pronto an einer kleinen Badebucht.
Philippes Versuche unseren Kühlschrank kalt zu halten, endeten wieder mal
mit Startproblemen. Diesmal sagte die Autobatterie gar nichts mehr dazu.
Schwitz, Schwitz
Endlich in Kristianssand angekommen stellten wir beide Vollprofis fest, das
wir ein Ticket am nächsten Tag für die falsche Richtung hatten, nämlich von
Hirtshals DK nach Kristianssand NO.
Stress, Zweifel, Telefonate und und und Ende gut
14.07.08 Montag Überfahrt um 16.30-19.45 mit der Corla-line
Mit mehr Glück als Kontrolle konnten wir dann doch am 14.7 mit der Fähre
nach Dänemark fahren. Die Nacht verbrachten wir an einen
Süüüüsssssswasserseeee, welch ein Abschied.
In Dänemark angekommen wurde Philippe richtig traurig, es war alles so platt
und anders.
Wir fanden aber einen kleinen Badesee. Erst hinterher hörten wir, dass
Wildcampen in Dänemark verboten ist...oder doch nicht? Na und.. oder erlaubt
ist was nicht stört...


Norwegen 1
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27.06.08 Freitag Vor der Überfahrt, der Grenze kauften wir richtig dolle
ein. Als Phil sich noch mit Rotwein in dem Einkaufscenter vor der Grenze
eindecken wollte, musste er feststellen, dass er nur Bier kaufen konnte.
Alkohol über 4% gibt es nur in Geschäften mit Lizenzen und die waren in
Strömstad. Also schon weit weg, also nix Vino.
Nicht nur das es dann auch noch Bindfäden regnete, nein, unser Auto sprang
auch nicht an. Kein gutes Omen.
Zuerst bewegten wir uns an der schwedisch/ norwegischen Grenze durch Wälder
mit Berg- und Talfahrten. Immer auf der Lauer nach einem Elch, leider sind
uns nur Touristen begegnet. Die Nacht auf einem insektenverseuchten
Rastplatz. Naja.

28.06.08 – 3.07.08 Die Entschädigung kam schnell. Schon am Samstag erreichen
wir den kleinen Ort Braskeikefoss. In einem süssen Haus wohnen Margit und
Wolfgang seit drei Jahren mit ihren 21 Schlittenhunden und vier Katzen.
Margit ist die Mama von Gwen, einer Arbeitskollegin aus dem Unispital. (auch
hat Gwen eine Shiatsupraxis in Zürich) Gwen hatte mir schon bei unserer
Abreise gesagt, dass sie dann in Norwegen bei ihrer Mama ist und wir gerne
vorbei schauen dürfen.
Gwen hatte auch noch 2 fetzige, zum Anbeissen süsse Freundinnen aus Zürich
mitgebracht, so brachten wir es doch auf eine Grossfamilie. Am 29.6 war dann
das spannende Endspiel Deutschland gegen Spanien und plötzlich war das Haus
richtig voll. Im Bekanntenkreis von Margit und Wolfgang gibt es ganz liebe
Deutsche, die jetzt in Norwegen leben und es sehr geniessen. Eindrücklich
war ihre grosse, gegenseitige Hilfsbereitschaft.

Wolfgang entdeckte, dass unser Entlein auseinander zu brechen drohte. Margit
und Wolfgang sprachen gleich mit einem Nachbar und schwubs hatten wir eine
Adresse. Wir wurden liebevoll von Gwen als „ unsere neuen Nachbarn
“ betittelt, da es so gut gefiel und wir bis zur Reparatur der lädierte Ente
bleiben durften, konnten, mussten.
(6 Stunden wurde das Chassis zusammen geschweisst)
Wir verbrachten bei super Stimmung 5 tolle Tage , so das dass Wetter einfach
besser werden musste und ich meine hartnäckige Erkältung auskurieren konnte.
Neben der Organisation der Operation Ente gut, alles gut konnten wir
Kanufahren, Baden, Velofahren und täglich bei der Fütterung der Huskis 2 mal
tägl zuschauen.

03.07.08 Donnerstag Sonnenschein und Abschiednehmen.
Wir liessen Elverum und Hamar hinter uns und nehmen die E16 von Oslo nach
Bergen.
Die Landschaft verändert sich, wird gebiergiger aber immer mit Seen, Bächen
und auch Stromschnellen und Wasserfällen. Das erste Stück über einen Pass
(ca. 1400m) ist irre schön. Wir finden ein Picknickplatz am Bach und kommen
uns wir Herr und Frau Braunbär vor. Plötzlich tauchen an den Stromschnellen
Neuseeländer als Kanuten auf. (können die nicht zu Hause bleiben?) Die erste
Nacht sind wir an einem Rastplatz, der an die Axenstrasse in der Schweiz
erinnert.
4.07.08 Freitag Lärdal am Näröyfjord bei Sonne satt. Lördal ein lieblicher
kleiner Ort von wo eine 460km lange Velotour startet über 24 Stunden mit 7
Haltemöglichkeiten.
5.07.08 Samstag Im Aurland das Entlein am Parkplatz abgestellt und zum
Aussichtspunkt über den Fjordsol gebrettert auf der alten Passstrasse, nur
gut konnten wir durch den
23 Kilometer langen Tunnel fahren der zwischendurch blau und grün beleuchtet
war. Eine ruhige, idyllische Nacht verbrachten wir an einem kl.
Freilichtmuseum Nesheimstunet kurz vor Voss.
6.07.08 Am Mittag erreichten wir bei Sonnenschein Bergen, endlich konnte
ich mal einen Rock anziehen, unglaublich. Zuvor mussten wir sicher durch die
sieben Tunnel fahren( fast wie bei Schneewittchen)
Bergen hat uns an den Charme von Luzern erinnert. Mega touristisch und
unglaublich schön für eine skandinavische Stadt. Phil kam nicht an den Stand
vorbei, wo man schöne Renntierfelle kaufen konnte, leider konnte er nicht
feilschen. Da er sich nicht entscheiden konnte, nahm er gleich drei Felle.
Es zogen dunkle Wolken auf und wir fuhren auf eine westlich vor gelagerte
Insel von Bergen. Es erinnerte uns an die Schären von Schweden, wobei die
Inselchen mehr zerklüftet und grüner sind.

Der Traum vom Wildcampen
Der Mann vom Mars sucht einen Platz in erster Reihe am See oder Bach, kann
auch ein Parkplatz im Naturreservat sein, da das Verbot Campen im Reservat
ja nicht den Parkplatz betrifft.
Die Frau von der Venus sucht ein nicht auffälligen Platz (sollte niemandem
ins Auge fallen)
Am Besten mit WC, Warmwasserdusche und TV Anschluss und möglichst noch mit
anderen Wildcampern.